So wie ich es aus einer Internetmeldung entnehmen konnte, hat der Ex-Chef der Rentenversicherung, Franz Ruland gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung das Rentensystem angeprangert. Zwar hat Herr Ruland bei der Wiedervereinigung das damalige System mit aufgebaut, ist aber mit diesem aus heutiger Sicht etwas unzufrieden. Er plädiert dafür, die Rentenwerte zu vereinheitlichen und die Hochwertung der Arbeitsverdienste in den neuen Bundesländern abzuschaffen. Ihn stört, dass Ostdeutsche für den gleichen Lohn mehr Rente bekommen. Um die niedrigeren Löhne in der DDR auszugleichen, werden seitdem die Ostlöhne hochgewertet. Das führe ständig zu steigenden Transferleistungen in den Osten. Zudem würden Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern bei gleichem Verdienst wie West-Kollegen schon heute "deutlich höhere Rentenansprüche" erwerben. Der Transfer habe seit 1990 eine Summe von mehr als 140 Milliarden Euro erreicht. Allein 2013 flössen über 15 Milliarden, bis 2025 gebe es einen Anstieg auf 22 Milliarden Euro jährlich.
Wen wundert es denn dann, dass die West- im Vergleich mit den Ostrenten bei der riesigen Erhöhung zum 1.7.2013 mit nur 0,25 Prozent abgespeist werden? Das System ist himmelschreiend ungerecht, aber es stört unsere Bundeskanzlerin ja nicht, kommt sie doch aus dem Osten. Es stört sie auch nicht, weil ihre Pension ein Vielfaches von dem übersteigt, das Rentner/innen je erreichen können. (auch nicht nach einer lebenslangen Schufterei!!)
Alois Sepp

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