Im Bereich der Diplomatie ist es zwischen verschiedenen Staaten schon ein ernsthaftes Zeichen der Verärgerung, wenn der/die Botschafter einbestellt werden. Im jüngsten Falle ist hier von der Einbestellung des türkischen Botschafters in das Auswärtige Amt in Berlin die Rede. Grund für die Einbestellung sind die Drohungen eines Ministers in Istanbul gegen unsere Bundeskanzlerion Angela Merkel.
Die Türkei behauptet von sich immer wieder in gebetsmühlenhafter Form, dass sie reif ist für den Beitritt in die EU. Das Dumme dabei ist, dass selbst gewaltfreie Demonstrationen in der Türkei mit brachialer Gewalt auseinandergetrieben werden. Unter demokratischem Verhalten darf man etwas anderes verstehen, als gewaltsam Demonstrationen zu verscheuchen, Menschen zu verhaften oder mit harter Polizeimacht gegen die Demonstranten vorzugehen.
Ich persönlich sehe hier keine Übereinstimmung mit einer Demokratie. Es kommt in mir der leise Verdacht auf, dass hier die Ausschöpfung finanzieller EU-Mittel im Hintergrund steht. Auch wenn ein Teil der türkischen Menschen gegen die eigene Regierung demonstrieren, dies reicht meines Erachtens leider noch nicht zu einem EU-Beitritt aus. Ganz egal wie man die türkische Wirtschaft bewertet.
Alois Sepp
Türkischer Botschafter einbestellt
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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