AZ vom 03.01.2013, Seite 5, Titel "Echte Leistung"
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Dem Finanzfachmann und Kanzlerkandidaten der SPD ist ein fürstliches Monatsgehalt von 16 684 Euro nicht genug. Er vergleicht ein Sparkassendirektor-Gehalt mit dem Monatsgehalt eines Bundeskanzlers, einer Bundeskanzlerin! Ferner sagt er laut Bericht in der Presse aus, dass das Gehalt im Vergleich zur Leistung zu gering ist.
Provokant frage ich als Normalbürger und kleiner Rentner, von welcher Leistung er spricht? Wo ist hier die Leistung unserer Kanzlerin oder des Kanzlers? Als einfach denkender und mitdenkender Bürger sehe ich die Leistung nur im umherzischen in der gesamten Welt, sowie dem Rasen von einer Veranstaltung zur anderen und im Geldverteilen im Ausland.
Echt "regieren" sehe ich diesen Personenkreis nicht, sind doch dauernd auf Achse, nicht aber im Bundeshaus, wenn man die Nachrichten und Berichte der Presse so verfolgt.
Wenn Herr Steinbrück sein Gehalt mit den Finanzmanagern der Großbanken vergleicht, mag er schon richtig liegen mit seiner Behauptung. Ich verstehe ein Wahlmandat als ein Ehrenamt, wahrscheinlich viele Bundesbürger ebenso. Dass für dieses Mandat angemessene Bezahlung erfolgen muss, leuchtet jedem halbwegs gebildeten Bürger ein, doch haben unsere Berliner Spitzen offensichtlich jegliches Verhältnis zwischen Geld und Leistung verloren. Wie könnte es sonst sein, dass bei wichtigen Plenarsitzungen der halbe Bundestag verwaist ist, soweit ersichtlich sehr viele PLätze leer sind?
Weiters kann ich es leider nicht nachvollziehen, wenn Herr Steinbrück behauptet, dass Bundestagsabgeordnete an sieben Tagen 12 bis 13 Stunden arbeiten.
Sehr geehrter SPD-Kanzlerkandidat, demnach müssten normale Fabrikarbeiter, Altenpfleger, Krankenpfleger, Feuerwehrleute, Polizisten, Angestellte in vielen Bereichen ebenfalls mehr als 16 684 Euro im Monat verdienen, denn dort wird echte Leistung abverlangt und erbracht!
Alois Sepp
Zu wenig, gemessen an der Leistung (gedruckt)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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