Immer mehr Stromsperren in Deutschland
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- von Handwerksmeister Alois Sepp
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Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur 312.000 Stromanschlüsse in Deutschland gesperrt. Die Anzahl der Sperrandrohungen lag bei sechs Millionen.
Unschwer kann aus dieser Tatsache heraus selbst der Dümmste die Hauptursache für diesen im Grunde genommenen, unwürdigen Zustand ausmachen. Bei der heutigen, maßlos überzogenen Preisgestaltung für die Energie ist es längst erkennbar, dass die Leistungsgrenze der Stromkunden bei weitem überschritten ist.
Die Maßlosigkeit darf man auch auf die Bundes-Politiker übertragen, denn dort werden lediglich die Großbetriebe, Großverbraucher zu Lasten der kleinen Stromkunden entlastet. Die Großkonzerne verlagern ihre Produktionen selbst in das entfernteste Ausland, um der Raffgier, den Gewinnmarchen und die Zufriedenheit der Aktionäre zufrieden zu stellen. Steuern und Abgaben werden in Deutschland nur noch von den kleinen Leuten entrichtet.
Da werden Scheingefechte angezettelt, die Energiekonzerne mit Samthandschuhen angefasst, das Schlagwort "Energiewende" so oft gebraucht, bis keiner mehr daran zu glauben wagt. Unsere Politiker blicken immer noch nicht durch, haben die Zeichen der Zeit immer noch nicht begriffen, merken immer noch nicht, dass der Wähler der sie gewählt hat und sie übersatt durchfüttert, am Ende seiner Leistungskraft angelangt ist.
Der Bund der Energieversorger kritisiert laut Internetartikel den deutlichen Anstieg der Stromsperrungen in Deutschland. Diese Form der Sanktionen bei ausstehenden Zahlungen sei menschenunwürdig und bedarf einer höheren Aufmerksamkeit in der Gesellschaft. Das ist völlig richtig betrachtet, nur wen meint man in diesem Falle mit "Gesellschaft"?
Soll der kleine Verbraucher diesem Phänomen "Stromsperren" mehr Aufmerksamkeit schenken? Können wir Stromverbraucher gegen die Sperrungen etwas unternehmen? Wir Stromkunden können bestenfalls den Energieverbrauch dezimieren soweit es geht, können weiterhin den Stromanbieter wechseln, mehr aber schon gar nicht! Wobei ich sage, dass der Anbieterwechsel nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist und keine Wunderwaffe darstellt.
Weitaus überzogene und von den Politikern unterstützte Preise machen die Stromkonzerne und niemand anders.
Da wird das Schlagwort "Energiewende" mit allerlei Unsinnigem totgeschlagen, Windräderparks werden aus dem Boden gestampft, die Kosten für die Errichtung und Einleitung ins Netz werden alleine den Kunden aufs Auge gedrückt. Die Politiker unterstützen dies noch mit gewaltigen Entlastungen der Stromkonzerne.
Es gäbe viele Möglichkeiten der Energieeinsparung, bei denen die Bürger und die Hausbesitzer selbst aktiv werden können, doch die Interessen des Staates, der Monopolisten, der Konzerne verhindern dies zu einem gewaltigen Teil. Da werden unsinnige Auflagen gemacht, da werden die staatlichen Förderungen zurückgefahren, sodass weder Interesse noch Möglichkeit besteht, erneuerbare Energien zu errichten.
Da haben die Konzerne ein wesentlich größeres Interesse, am Verkauf ihres eigenen Kuchens, nur wieder um den Rahm abschöpfen zu können, die Preise unter fadenscheiniger Begründung ansteigen zu lassen oder hochhalten zu können.
Das Phänomen Stromsperren wird somit immer größer, nimmt immer größere Fahrt auf. Dann wundern sich die Großmäuler in Politik und Konzernen großartig, als ob dieser Zustand ohne ihr Zutun vom Himmel fiele.
Alois Sepp
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