Meines Erachtens ist es die dunkelste Geschichte Berlins nach dem zweiten Weltkrieg. Die Firma Bosch bezweifelt eine termingerechte Fertigstellung des Berliner Flughafens. Laut Meldungen sind von anfangs 200.000 Baumängeln immer noch 10.000 vorhanden. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man nur noch lachen als steuerzahlender Bürger. Was sind das für Planer, was sind das für Beamten- und Behördenstuben, was sind das für Firmen, die seit vielen Jahren nichts fertig bringen? Immer wieder werden drastische Mängel aufgedeckt, die Kosten des BER laufen schier ins Unermessliche. 

Der Pannenflughafen ist offensichtlich eine einträgliche Dauerbaustelle. Der schwarze Peter wird immer wieder nur hin- und hergeschoben. Keiner will der Verursacher für diese blamable Baustelle sein. Der BER ist offensichtlich der beste Baustellenwitz den ich kenne. Der Spatenstich für den BER war am 5. September 2006, also vor fast 11 Jahren. Der BER wird offensichtlich zur Meisterleistung im Missmangement auf allen Ebenen. Es soll nicht verkannt werden, dass eine solche Monsterbaustelle seine Zeit bis zur Fertigstellung benötigt. Aber andere Monsterbaustellen über das gesamte Bundesgebiet verteilt, haben bewiesen, dass es auch unter Einhaltung von Fristen und Kostenrahmen geht. Würden alle Privatunternehmen in Deutschland so wirtschaften, so gäbe es sicherlich kein Deutschland, zumindestens aber auch kein "Made in Germany" mehr.

 

Alois Sepp

Die FBB wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup aber in Verhandlungen mit den fünf größten am BER arbeitenden Firmen, um derlei Streitigkeiten künftig auszuschließen. Statt über einzelne Arbeitsaufträge Konflikte auszutragen – es müssen noch über 10.000 von einstmals 200.000 Mängeln behoben werden – soll er mit den Unternehmen Pauschalverträge anstreben. – Quelle: http://berliner-zeitung.de/27857266 ©2017
Die FBB wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup aber in Verhandlungen mit den fünf größten am BER arbeitenden Firmen, um derlei Streitigkeiten künftig auszuschließen. Statt über einzelne Arbeitsaufträge Konflikte auszutragen – es müssen noch über 10.000 von einstmals 200.000 Mängeln behoben werden – soll er mit den Unternehmen Pauschalverträge anstreben. – Quelle: http://berliner-zeitung.de/27857266 ©2017

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