
Zum 1. Juli steigen die Renten im Westen um 1,9 Prozent und im Osten um 3,59 Prozent. Die Rentenerhöhung, vor allem im Westen, ist längst schon durch die wirtschaftliche Entwicklung aufgezehrt. Die Mieten, die allgemeinen Preise, Versicherungen, Einkommensteuerbelastung und Zuzahlungen zu den Medikamenten machen bereits ein Mehrfaches von der windigen Erhöhung von 1,9 Prozent aus. Hinzu kommen Kürzungsfaktoren und hohe Abschläge bei der Rentenberechnung. Der Dumme ist, wie immer der Rentner!
Es ist auch nicht einzusehen, dass die Mütterrente und die Rentenangleichung Ost/West nicht aus Steuermitteln aufgebracht wird. Die Wiedervereinigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, darf nicht den Rentenkassen aufgebürdet werden. Dies alleine ist eine ebenfalls himmelschreiende Ungerechtigkeit in unserem Staatssystem. Für diese Ungerechtigkeit hat sich auch noch keine der Parteien hergegeben, diese abzuschaffen! Ist vermutlich dem Zustand zuzuschreiben, da die meisten der Bundespolitiker selbst verbeamtet sind. Lieber schützt man den eigenen Geldbeutel, brummt die Lasten dem stinknormalen Arbeitnehmervolk auf.
Laut Pressemeldung betrugen die Zuzahlungen für Medikamente im Jahr 2016 bereits 2,1 Milliarden Euro. Laut Bericht des Verbandes "Pro Generika" ist die Zahl der zuzahlungsfreien Medikamente seit 2011 von 7100 auf 3600 gesunken. Das sind fast 50 Prozent, die den Patienten, vornehmlich den Rentnern an Kosten aufgebürdet werden.
Alois Sepp