Die so genannte Hausbank war einmal! Alle Bankinstitute raffen nur noch ihr Geld bei den Kunden zusammen, zocken die Kunden nur noch ab. Ich kann mich noch gut an die Zeit der "Lohntüten" erinnern, die es immer am Freitag jeder Woche gegeben hat. Man freute sich darauf, dass der Chef das Geld in der "Lohntüte" auf die jeweilige Baustelle brachte. Da wusste man wenigstens, was man hat.

Die aufstrebende moderne Zeit in den Ende 50-er und Anfang 60-er Jahren, brachte es mit sich, dass die Banken massiv auf Kundenfang gingen. Sie lockten uns mit kostenlosen Giro-Konten, mit bargeldloser Handhabung unseres Geldes. Sie und die größeren Arbeitgeber drängten darauf, sich ein Giro-Konto anzulegen. Die Auszahlung des Lohnes/des Gehaltes wurde vom Vorhandensein eines Konto´s abhängig gemacht.

Heute, wo jeder kaum mehr anders kann, als den Raffkes der Geldhäuser das Geld nachzuwerfen, werden die kostenfreien Leistungen gekürzt, Zinsen gibt es so viel wie gar keine mehr, Kontoführungsgebühren werden schon seit langem erhoben. Die Niedrigzins-Politik der EZB nehmen die Banken gerne an, haben doch nach außen hin Grund genug, selbst keine Zinsen an die Kunden weitergeben zu brauchen. Die Zinserträge liegen fast im Null-Bereich, selbst bei einem normalen Sparkonto. Die monatliche Zusendung der Kontoauszüge kosten hingegen grob gesagt das Hundertfache von den Zinserträgen.

Beim so genannten Überziehungskredit am Girokonto werden Zinsen im Bereich des Tausendfachen dessen verlangt, was die Bankhäuser den Kunden an Zinsen gutschreiben. Wen wundert es dann, wenn der heutige Kunde seine zum Teil jahrzehnte lange Hausbank ohne größerem Nachdenken wechselt! Die Schließung der Filialen und Kürzung des Personals wurden mit dem Minderaufwand durch das Home-Banking begründet. Eine Willkommene Gewinnsteigerung aller Banken, vor allem Steigerung und Sicherung der Mangergehälter. Die Raffkes in allen Banken sind unterwegs!

 

Alois Sepp


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