
Angesichts der angespannten Beziehungen zur Türkei hat Bundesaußenminister Gabriel vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Er sprach von einer schweren Belastungsprobe. Und doch stellte er klare Bedingungen an Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland. "Wer bei uns reden will, muss uns nicht nach dem Mund reden, aber er muss unsere Regeln respektieren", schrieb Sigmar Gabriel in einem Gastbeitrag für "Bild am Sonntag". Es gehöre zum gegenseitigen Respekt, Maß und Mittel einzuhalten. Gabriel warnte vor einer Eskalation im Verhältnis beider Länder. "Wir dürfen das Fundament der Freundschaft zwischen unseren Ländern nicht kaputt machen lassen", schrieb er. Das bedeutete jedoch nicht, die Kritik an den Entwicklungen in dem Land einzustellen. So sei es falsch und unangemessen, den Journalisten Deniz Yücel ins Gefängnis zu werfen. "Wir setzen uns mit Nachdruck für seine Freilassung ein", erklärte Gabriel.
--- so ist heute in der Presse zu lesen
Ja, wieder nur so ein diplomatisches Geplänkel. Ist das nun die Meinung unseres Außenministers, oder wurde er nur von oben ferngesteuert? Wenn Herr Gabriel das angebliche "Fundament der Freundschaft" anspricht, wen meint er denn damit? Hat nicht am laufenden Band und schon seit langer Zeit nur der Sultan der Neuzeit und Diktator Erdogan die angebliche Freundschaft belastet? Wir Deutsche, vor allem die deutschen Bürgerinnen und Bürger waren es bestimmt nicht. Also braucht uns Gabriel nicht vor einer Eskalation warnen, wir sind es nicht, die auf eine Eskalation Wert legen!
So wie es die jüngere Vergangenheit selbst auch in Deutschland deutlich aufzeigt, sind es die Islamisten, die uns "Ungläubige", also "Nicht-Islamisten" bekämpfen. Wenn jetzt Erdogan Deniz Yücel wegen angeblicher Spionage- und Agententätigkeit für Deutschland inhaftieren ließ, so zeigt sich erneut das echte Gesicht des türkischen Diktators. Es zeigt sich erneut, dass er an einem "Fundament der staatlichen Freundschaft" kein Interesse hat. Also muss das Wort von Gabriel an den Türen-Diktator Erdogan und seine Handlanger gerichtet werden! Es darf denen allesamt in Deutschland kein Boden für eigene Staatswerbung geboten werden. Dies sind innere Angelegenheiten der Türkei und dort gehört es auch hin. Wenn es den bei uns lebenden Türken nicht passt, sollen sie gefälligst in die Türkei gehen. Mit ihrem Verhalten bezeugen sie doch nur, dass sie von der viel gepriesenen "Migration", wie unsere Politiker so schön auf modern sagen, dass sie von Migration nicht viel halten. Also haben sie hier auf deutschem Boden den falschen Boden unter den Füßen.
Herr Gabriel, sowie Kanzlerin und die gesamte Abgeordnetenschar, schaffen Sie endlich Fakten, handeln Sie auch im Namen des Volkes. Es kann nicht weiter geduldet werden, dass Sie Alle nur um den heißen Brei herumreden, es müssen echte und wirkungsvolle Antworten gefunden werden. Es genügt herzlich wenig, dass Sie nur den Türken-Sultan und dessen Staat kritisieren. Darüber lacht er sich bestenfalls kaputt, seine Handlanger aber auch. Es ist auch ein gewaltiger Irrtum, wenn Sie glauben, mit "Wohlwollen" Erdogan gegenüber, dem deutschen Volk und der Staatenfreundschaft damit zu dienen. Kein anderer Staat ist derzeit so saudumm wie der Deutsche und lässt sich so auf dem Kopf herum tanzen. So etwas Trauriges nennt man in Berlin dann "Politik"!
Nachtrag:
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) und sein türkischer Kollege Mevlüt Cavusoglu treffen sich laut Agenturberichten am kommenden Mittwoch zu Gesprächen in Deutschland. Dies berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag unter Berufung auf einen hohen Regierungsvertreter in Ankara. Demnach drückte Cavusoglu seinem deutschen Kollegen bei einem Telefonat sein Unbehagen über die Absage der Wahlkampfauftritte der türkischen Minister in Deutschland aus. Mal sehen, was hier wieder für Sprechblasen erscheinen!