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Die Bürger sollen sparen... und zwar ganz viel Energie, heißt es auf Seite 11 des München-Teils. Die Stadtwerke Münchens haben dazu eine millionenschwere Kampagne aufgelegt, heißt es weiter. Ferner bedaure ich immer häufiger, dass auch die AZ nicht mehr der deutschen Sprache mächtig ist und vermehrt sich des Englischen bedient. Es heißt weiterhin im Untertitel: "Wir müssen nicht auf den Shareholder Value schauen"

Desweiteren wird in diesem Bericht wieder darauf verwiesen, dass der Einsatz von Energie-Sparlampen jährlich eine Ersparnis von 65 Euro bringt. Ein ausgemachter Blödsinn, je nachdem, was man als Energiesparlampen bezeichnet.
Betrachtet man die Energiesparlampen, die eine Art Strahler darstellen, so spart man sicherlich nichts, im Gegenteil. Diese Strahler sind Punktstrahler, beleuchten also nur bestimmte Flecken eines Raumes. Will man z.B. etwas lesen oder überhaupt nur gut beleuchtet sehen, läuft man immer von einem Lichtkegel zum anderen. Um im Raum eine gleichmäßige und gute Ausleuchtung zu erreichen, muss man zwangsweise wesentlich mehr Strahler anbringen, damit sich die Lichtkegel gut überschneiden. Wo ist hier der Spareffekt?

Wenn man wirklich sparen will, muss man schon echte Leuchtstofflampen zum Einsatz bringen, weil die Lichtausbeute, von Startschwierigkeiten abgesehen, eine effizientere ist. Dass diese Leuchtmittel nicht immer und unbedingt harmonisch in die Räume passen, ist eine andere Frage.

Die echte, bisherige alte, leider aus Gewinnsucht der Hersteller verbotene Glühbirne, hatte hier bessere Lichteffizienz. Die heutigen Stromsparlampen in Funktion von Mini-Leuchtstofflampen, haben gewaltige Nachteile. Angefangen vom Kaufpreis, von der Lebensdauer, wie auch von wirklicher Stromeinsparung, bis hin zu teilweisen Funkstörungen.

Erfreulich ist, dass der Münchner Chef der Stadtwerke die Anhebung der Strompreise auf den 1.4.2013 prognostiziert hat. Es erhebt sich dann nur noch die Frage um die Höhe der Preisanhebung. Die Stadtwerke Münchens haben eine Art Vorreiterrolle der Energieerzeugung, das ist löblich. Betrachte ich aber die gesamten Preiserhöhungen auf allen Gebieten unseres heutigen Daseins, halte ich die Angaben des statistischen Bundesamts als völligen Blödsinn und Lüge.
Wenn sich alles im ein- oder zum Teil im zweistelligen Bereich erhöht, wie soll da im Schnitt eine Preissteigerungs- oder Inflationsrate von etwa 2 Prozent rauskommen? Dies kann nur ein mathematisches Wunder sein!

Alois Sepp




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