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"Macht es zum Thema!", heißt es in der Meinungsspalte der AZ auf Seite 2. Der Vize-Lokalchef schreibt über die Gewalt auf den Fußballplätzen.
Macht es zum Thema! Was soll man zum Thema machen, könnte man jetzt provokant fragen? Soll man besser bekanntmachen, dass die Schiedsrichter geschützt werden müssen, dass die Polizei besser eingreifen sollte, oder der Schiedsrichterverband immer mehr um die Unversehrtheit ihrer Schiedsrichter bangen muss?

Es stellt sich vielmehr die Frage nach den eigentlichen Ursachen dieser Misere. Wer randaliert denn auf den Spielfeldern? Es sind leider die Fussballfans, nicht die Beteiligten. Meines Erachtens ist dieses Verhalten ein heute verbreitetes Phänomen, es liegt an der fehlenden oder zu lockeren Erziehung, leider beginnend schon im Familienkreis von Klein an.

Hinzu kommt, dass in den Medien allgemein, besonders aber auf fast allen Fernsehkanälen erschreckend viele Gewaltverherrlichende Filme gezeigt und präsentiert werden. Nur noch blutrünstige Filme! Woher sollen die Menschen noch Respekt und Achtung vor den Mitmenschen vermittelt bekommen? Es fängt ja mit immer größeren Gewaltaktionen schon sehr früh in der Schule an! Da hilft der Polizeieinsatz später nichts mehr, wenn die Grundvoraussetzungen bereits abhanden gekommen sind. Da nutzt das "Zum Thema machen" leider nichts mehr.

Es darf aber das Kind jetzt nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden. Es sind Minderheiten, die sichtliche Gewalt auf den Sportplätzen verbreiten. Mit echtem Sportgeist hat dies nichts mehr zu tun. Allerdings sind die Sportverbände an der Entwicklung auch nicht ganz unschuldig, hier herrscht nur noch der schnöde Mammon!

Alois Sepp

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