Am Tag nach dem Anschlag auf eine Hochzeit sind die Menschen in Gaziantep noch immer geschockt. Doch unter die Trauer mischt sich auch Wut auf Präsident Erdogan. Dieser trägt aus der Sicht vieler eine Mitschuld. Erdogan selbst interpretiert den Anschlag ganz anders.
Plötzlich mischen sich in die Trauer Buh-Rufe, die trauernde Menge ist wütend. Es folgen Sprechchöre: "Mörder Erdogan", rufen die Angehörigen. Sie machen den türkischen Staatspräsidenten mitverantwortlich für diesen Anschlag. Die Trauernden sind sicher: Der Selbstmordattentäter hatte ganz bewusst die Hochzeitsfeier einer kurdischen Familie angegriffen, die sich politisch engagiert; einige Familienmitglieder gehören der pro-kurdischen Partei HDP an.
 
Normalerweise erübrigt sich hier jeglicher Kommentar über den inneren Zustand der Türkei. Seit der Türkensultan Erdogan an der Macht ist, wurde alles nur noch schlimmer. Und dieser diktatorische Staatspräsident will mit aller Gewalt in die EU!
 
Alois Sepp

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