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"Bußgelder drastisch erhöht" heißt es in der AZ-Ausgabe vom 12.11.2012. Nach den Gedankengängen von Peter Ramsauer, dem CSU-Bundesverkehrsminister, sollen die Autofahrer wieder einmal drastisch bei Vergehen im Straßenverkehr und am Steuer zur Kasse gebeten werden.
Zugegeben, die Kosten erhöhen sich bei Verkehrsverstößen, nicht bei ordnungsgemäßem Verhalten am Steuer. Leider missachtet ein nicht unerheblicher Teil unserer Autofahrer-Kollegen so manches Gebot im Straßenverkehr, demnach macht es durchaus Sinn, bei solchen Verstößen den Geldbeutel etwas weiter aufmachen zu müssen.
Leider gibt es immer mehr, die trotz Verbotes am Steuer das Handy unbekümmert ans Ohr drücken, nur mit viel Mühe ihr Fahrzeug so lenken wie es sein müsste. Leider trifft man in den allerwenigsten Fällen eine Polizeistreife an, wenn Rowdymäßig gefahren, telefoniert oder besonders an Fußgängerampeln das Rotlicht sogar beträchtlich überfahren wird. Von der Tatsache, dass viele, Unbelehrbare seelenruhig immer wieder entgegen der Einbahnstraße fahren, noch gar nicht gesprochen. Wenn es hier verstärkte Abmahnungen und häufigere Abzocke gibt, eben selbst verschuldet.
Herr Ramsauer, es ist zwar richtig gedacht, Unbelehrbare beser zur Kasse zu bitten, aber, wo geht das Geld denn hin? Verschwindet es wieder in dunklen Kanälen, weil unsere Politiker nicht mit den Steuergeldern der Bürger treuhänderisch umgehen können? Diese Gelder gehörten ausschließlich für den Bau und Unterhalt unserer Straßen verwendet, somit bräuchten Sie nicht immer wieder über neue Steuern oder die PKW-Maut nachdenken. Sie sind sowieso unglaubwürdig, weil Ihr Ministerium heuer im Frühjahr noch jegliche Bußgelderhöhungen oder die PKW-Maut verneint haben.
Sie sollten aber der Ordnung halber auch an den großen Radfahreranteil denken, der stets und leider in immer häufigerer Form während des Fahrens ebenfalls mit dem Handy am Ohr, oder gar noch mit der zweiten Hand den Kaffee-To-Go-Becher in der Hand hält. Auch dürfte man nicht vergessen, dass sich leider viele Unbelehrbare weder an die Fahrtrichtung oder Zeichengebung halten, nachts auch häufig mit fehlendem Licht oder grundsätzlich auf dem Gehsteig fahren.
Das Schlimme daran ist, dass ein großer Teil derer obendrein einen Führerschein für ein Kraftfahrzeug besitzt, sich dennoch aber verkehrswidrig verhält. Hier sollten zum Schutz der ordentlichen Radfahrer für ihre Radl ebenfalls registrierte Nummernschilder eingeführt werden, wie bei jedem anderen Kraftfahrzeug auch. Alleine die Tatsache, dass man endlich den Radl-Verkehrssündern ebenfalls auf den Pelz rücken könnte, würde sich die Verkehrsmoral bestimmt verbessern. Bei diesen Radl-Verkehrssündern, die einen Führerschein besitzen, sollten die Geldbußen drastischer ausfallen, bis hin zum Führerscheinentzug bei gravierenden Verkehrsverstößen.
Alois Sepp
Weitere Abzocke der Autofahrer
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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