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AZ vom 16.11.2012, Seite 19, Haupttitel "Die Willkür der Banken", Titel "Druck von oben"
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Für meine Begriffe und meinem Verständnis nach zu urteilen, finde, dass die Kundenbetreuer in den Banken (AZ: werden) massiv durch Druck ihrer Geschäftsleitungen und Vorgesetzen gezwungen werden, Abschlüsse jedweder Art zu tätigen. Jeder Abschluss der mit dem Bankkunden getätigt wird, dient letztlich nur dem Zweck der Umsatz- und Geldsicherung der Bank.
Ein solches Kundengespräch, endet immer mit einem Abschlussprotokoll. Das Abschluß- oder Gesprächsprotokoll bringt für mich als Bankkunden schon eine gewisse Sicherheit mit sich, weil ich mich später zumindest daran erinnern kann, über was gesprochen wurde.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich als Bankkunde die wirkliche und innere Qualität des Gespräches schwer beurteilen kann, nachdem ich ein Finanzlaie bin und die internen Vorgaben der jeweiligen Bank nicht kenne. Wie besagt ein Sprichwort so schön: "Jeder Kramer lobt seine Ware!" Also wird auch der Kundenbetreuer mit absoluter Sicherheit in den meisten Fällen das anbieten und hochloben, was der Bank am meisten einbringt. Der Berater selbst steht in der Gunst seiner Vorgsetzen auch besser da, wenn die Abschlüsse zum Wohle der Bank getätigt wurden.
Wenn jeder Kundenbetreuer in der Bankfiliale ein Banken- und Finanzfachmann ist, bräuchte weder er noch die Bank bei gewissenhafter Beratung dem Kunden gegenüber Klagen fürchten.
Setzen die Banken jedoch Mitarbeiter ein, die ihr Geschäft nicht verstehen, oder hauptsächlich nur das Bankeninteresse im Visier haben, darf man sich über Klagen nicht wundern. Die jeweilige Bankfiliale sammelt mit vielen Kundenklagen sicherlich keine Pluspunkte!
Alois Sepp
Beraterqualität in den Bankfilialen (gedruckt)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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