Ein Syrer hat eine Fahrkarte um 18.45 Uhr an einem Automaten gekauft, fünf Minuten später entwertete er sie – allerdings auf der Rückseite. So berichtete die Süddeutsche Zeitung am Freitag. Bei der Fahrscheinkontrolle lief der Kontrolleur der MVG zu goßer Form auf und verdonnerte den Fahrgast zum Bußgeld von 60 Euro, weil das Ticket nicht "gültig" entwertet wurde.
Wo bleibt hier wieder einmal der menschliche Verstand und die Hilfsbereitschaft der Angestellten der MVG? Ich das die so viel zitierte "Weltstadt mit Herz"? Darunter stelle ich mir etwas anderes vor.
 
Leider stellt man immer wieder an den neueren Fahrschein-Automaten die Hilflosigkeit der Menschen fest. Auch wir als hier Ansässige, die sonst nur mit Jahresfahrkarten unterwegs sind, haben mitunter schon Probleme, den neumodischen Automaten den richtigen Fahrschein abzuluchsen. Wie geht es erst dann Fremden und ganz besonders den älteren Menschen? Bis die dem Automaten einen Fahrschein abnötigen können, vergehen oft 5 bis 10 Minuten. Mitunter muss man diesen fast hilflosen Menschen helfen, damit der richtige Fahrschein rauskommt aus dem Kasten. Hinzu kommt natürlich, dass diese Fahrkarten ja nicht entwertet sind, ein Unwissender, hilfloser oder alter Mensch braucht Unterstützung. Unterstützung und Hilfe ist offensichtlich einem Teil der Kontrolleure ein Fremdwort. Lieber verdienen sie sich einen Streifen, Stern oder eine andere Anerkennung, wenn sie mit mehr Taschengeld für die MVG heimgehen. Der MVG in seiner Gesamtheit, im speziellen aber den Kontrolleuren sei ins Stammbuch geschrieben, dass Hilfsbereitschaft, Aufklärung und ggf. Nachsicht die bessere Reklame für die MVG darstellt.
 
Alois Sepp

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