Beim Bundeskartellamt ist der Milchpreis derzeit Gegenstand eines Verfahrens. Untersucht wird das Verhältnis zwischen den Milchbauern und den Molkereien. Laut Meinung des Kartellamtspräsidenten trägt derzeit der Milcherzeuger das alleinige Risiko der Preispolitik. Ein wichtiger Punkt ist hier die sogenannte Andienungspflicht des Bauern gegenüber seiner Molkerei. "Das heißt, er ist aufgrund der Verträge verpflichtet, seine Milch komplett an die eine Molkerei zu verkaufen. Das heißt, er ist ihr ein Stück weit ausgeliefert." Kündigungsfristen von bis zu zwei Jahren bedeuten für den Bauern, dass er seine Milch in dieser Zeit nicht zu besseren Konditionen an eine andere Molkerei liefern kann.

Tut mir leid, wenn ich den Namen Kartellamt schon höre, überkommt mich ein seltsames Gefühl. Als Bürger Deutschlands hört man immer wieder, dass das Kartellamt in irgendeiner Form tätig ist oder wird. Kam hierbei schon mal was Gravierendes raus? Meines Erachtens ist das gesamte Bundeskartellamt mit all seinen Beamten und Mitarbeitern so unwichtig wie ein Kropf. Wenn man die Beamten nicht bis zu ihrem Lebensende finanziell tragen müsste, egal ob und was sie tun, würde die Steuerlast der Bürger in unserem Land bei Auflösung dieses Amtes wesentlich kleiner. Es bleibt also nur ein Wunschtraum für uns Bürger, die Kosten einmal gesenkt zu bekommen.
Wir dürfen darauf gespannt sein, was in Sachen "Milchpreis und Lastenverteilung" überhaupt rauskommt. Es wird vermutlich ausgehen wie das sprichwörtliche "Hornberger Schießen!" Der Bauer und Milcherzeuger bleibt der Dumme!

Alois Sepp


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