Eigentlich hatte der Münchner gar nicht vorgehabt, in die Kirche zu gehen, sondern kam mit der Hündin von der Weihnachtsfeier seiner Chorgruppe. Spontan habe er auf dem Heimweg beschlossen, der Mette beiwohnen zu wollen. Sollte Sissi unruhig werden, hatte er sich ohnehin vorgenommen, die Mette sofort zu verlassen. Der Ordner sei aber „sehr böse und ekelhaft“ zu ihm gewesen, erzählt der 59-Jährige. Minutenlang habe er vor ihm gestanden, ihn angestarrt und versucht, ihn rauszuwerfen. Also habe er immer wieder nachgefragt, warum – der Hund sei doch ruhig.
-- so der Auszug aus der Münchner AZ
Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass der Hund als Haustier nicht in die Kirche gehört. Nicht aber deswegen, weil mich jemand als "Hundehasser" bezeichnen möchte, sondern wegen des empfindlichen Gehörs und Geruchsinns eines Hundes. Finde es aber schon etwas grotesk, dass man ausgerechnet einen Besucher der "Christmette" aus der Kirche zerren lässt, der einen braven und absolut ruhigen Hund dabei hat. Hat der Ordner im Münchner Liebfrauen-Dom überhaupt schon mal was von "Christlichkeit, Nächstenliebe oder gar dem Weihnachtsfrieden" gehört? So wie es dargestellt wird, kann man ihn eher als verknöcherten und bornierten Paragraphenreiter bezeichnen, also typisch "deutsch"!
Frohe Weihnacht überall heißt es in einem sehr bekannten Weihnachtslied. Aber davon hat der Ordner des Doms in München vermutlich keine Ahnung. Und so einer ist ausgerechnet in der Kirche beschäftigt!
Alois Sepp