Münchner Abendzeitung vom 19.10.2015, Leserforum Seite 16, Titel: "Zu billig und einfach"
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Mir ist es ein Rätsel überhaupt, dass in einem angeblich so hoch technisierten Land wie Deutschland, bei einem so dicht gepackten Überwachungsnetz durch TÜV, DEKRA und wie sie alle heißen mögen, manipulierte Fahrzeuge rumkutschieren können! Jetzt ruft auch das Kraftfahrt-Bundesamt dazu auf, in Deutschland rund 2,4 Millionen Fahrzeuge nachrüsten zu müssen. Ja, es wird sogar dem Halter angedroht, sein Fahrzeug still zu legen, wenn er der Rückruf-Forderung nicht nachkommt. Wieso eigentlich, werte Behörden, Sie haben doch selbst die Fahrzeuge zugelassen, oder etwa nicht? Der Fahrzeug-Käufer darf sich bei einer gekauften Ware -wie es auch ein Kraftfahrzeug ist- sicher sein, dass der gesamte behördliche Zulassungs- und Überprüfungswahn durchlaufen ist, bevor die Fahrzeuge auf den Markt und die Straßen kommen. Jetzt VW die alleinige Schuld zuzuschreiben ist meines Erachtens etwas zu billig und zu einfach.
Verkehrsminister Alexander Dobrindt sollte auch hier die Realität seiner Überwachungsorgane nicht verschließen. Sind es doch unsere Behörden, die zu allererst eine Freigabe für den Straßenverkehr zu genehmigen haben. Ich glaube kaum, dass seitens VW eine totale und arglistige Täuschung der Behörden wie auch der Käufer ernsthaft vorgeworfen werden kann. Selbstverständlich ist unrichtige Ausstattung besagter Fahrzeuge auf schnellstem Wege zu beheben, alleine schon der Umwelt zu Liebe. Sollten dem VW-Konzern bewusste Schummeleien nachzuweisen sein, so sind auch alle "Hintermänner" zur Verantwortung zu ziehen. Glaube kaum, dass außer dem Konzernchef niemand anders von diesem Zustand wusste!
Alois Sepp
Wie kann es denn sein, das Manipulation am Kfz. nicht auffällt? (gedruckt)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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