209. Verhandlungstag, 10.06.2015 Zschäpe will ihre Verteidigerin loswerden!

Ob Beate Zschäpes nunmehr zweiter Versuch, zumindest einen Verteidiger aus dem Anwaltstrio hinauszuschießen, Erfolg hat, wird man erst in einer Woche wissen. Entscheiden muss nun Richter Manfred Götzl, ob das Vertrauensverhältnis zwischen der Hauptangeklagten und ihrer Verteidigerin Anja Sturm wirklich so zerstört ist, dass dies den Prozess beeinträchtigt. Soweit die heutigen Nachrichten.

Wenn man bedenkt, dass ein Gericht mit hochkarätiger Besetzung für eindeutige Verbrechen jetzt bereits den 209. Verhandlungstag aktiv ist, darf der normale Bürger über die Kostenverschwendung nachdenken. Für eine klitzekleine Straftat, und wenn es sich nur um einen Kassen-Bon von 1,30 Euro handelt, wird kein solches Geschiss gemacht. Der sogenannte Straftäter (Kassierin) wird unverhältnismäßig hart und schnell bestraft. Diejenigen, die 10 Morde aufzuweisen haben, machen aus den Verhandlungstagen einen Show-Prozess nach dem anderen. Das Schlimmste dabei ist, dass Presse und Medien gierig zwecks Auflagen-Quote mitmachen. Der gesamte NSU-Prozess ist ein trauriges Kapitel und zeigt wieder einmal mehr, dass die Straftäter unsere Gerichtsbarkeit schamlos an der Nase herum führen.
 
Was könnte man mit den immensen Kosten, die so eine Show-Prozess-Kette verursacht, an nützlichen Ausgaben bestreiten. Aber, wir blöden Bürger bezahlen es ja, lassen uns alles auftischen und sagen obendrein wahrscheinlich noch "Dankeschön!"
 
Alois Sepp


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