Abendzeitung vom Samstag, den 7.3.2015, Leserforum Seite 24, Titel:"Am laufenden Band"
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Und schon wieder knirscht es in der "Schranne"!
Die "Schranne", (Schrannenhalle) in München wurde bereits 1851 als Getreidehalle erbaut. Die jetzige Schranne wurde 2003 wieder aufgebaut und befindet sich jetzt neben dem Viktualienmarkt. Der Metallbau im Urzustand war seitlich nicht geschlossen und war eine Besonderheit in München. Erst später bekam die Schrannenhalle seitlich Glasfenster. 
 
Seit Wiedereröffnung der jetzigen Schrannenhalle gab es schon viel Hick-Hack, gab es schon viel Wechsel bei den Pachtbetrieben. Jetzt, nachdem sich bei den derzeitigen Geschäften alles einigermaßen normalisiert und stabilisiert hat, müssen sie schon wieder alle raus. Laut Aussagen bereits bis Ende März 2015. Warum, liebe Stadtverwaltung kann so etwas am laufenden Band passieren? Offensichtlich legt die "Weltstadt mit Herz", wie sie sich immer gerne zu präsentieren versucht, absolut keinen Wert auf historische Gegebenheiten. Scheinbar regiert hier ebenfalls nur noch der "Zaster". Der, der gerade das meiste Geld in den Stadtsäckel spült, kann offensichtlich tun was er gerade richtig findet, die Stadtregierung schaut dabei nur lächelnd zu.
Es ist schade, dass man an solchen Baulichkeiten keinen besonderen Wert findet und die Tradition nur mit Füßen tritt. Nur um des Geldes Willen wird scheinbar alles privatisiert und einem raffgierigen Treiben Tür und Tor geöffnet. Solche Objekte sollten im Hoheitsgebiet der Stadt bleiben, unsere Steuergelder wären dabei besser angelegt!
  
Alois Sepp


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