Ich wünsche dem griechischen Volk absolut nichts Böses, würde mir sehr wünschen, dass es dem einfachen Volk bald besser geht, trotz der Sparmaßnahmen. Wobei die harten Sparmaßnahmen nicht für das "arbeitende Volk" gedacht waren, sondern für das Großkapital, die Korruption, den Steuerflüchtlingen, den Banken und der überbordenden Selbstbedienungsmentalität der Oberen und Reichen.
 
Ich hoffe aber dennoch, dass jetzt für den Regierungschef Tsipras keine Extrawurst gebraten wird, nur wegen der augenscheinlichen Stabilität der Euro-Zone. Für mich ist es nicht ganz nachvollziehbar, dass für diese Handvoll Länder in der Euro-Zone keine Gemeinschaftswährung tragfähig sein soll. Klappt es doch in den USA mit 50 Staaten ja auch. Meiner Meinung nach müssten die Egoisten in allen Ländern der EU sich einmal ernsthaft anschicken, zum Wohle "Aller" tätig zu werden und einen Schritt in Richtung "Gemeinnutzen" tun. Solange der Einzel-Egoismus in den Ländern vorherrscht und den Wackelkandidaten immer wieder eine eigene Suppe zubereitet wird, denken die gar nicht daran, sich einfach nur nach der Decke zu strecken. Die Leidtragenden sind wie immer die kleinen Leute. Die mit den dicken Geldbeuteln finden immer Mittel und Wege, sich aus dem Staub zu machen und ungeschoren davon zu kommen.
 
Wurstelt die EU immer weiter zu Gunsten von schlechtem Kapital, wird der Euro bald weniger wert sein, als damals unsere harte DM. Die Euro-Gegner werden jedenfalls immer mehr bestätigt, den Euro zu stürzen oder zumindest in rentable und unrentable Länderbereiche zu unterteilen. Unsere eingesessenen Altparteien wursteln jedenfalls weiter, verteufeln die Euro-Kritiker, geben sich aber dem Irrglauben hin, dass nur sie die "Allwissenden" sind. An das leidende Volk wird nicht gedacht, sondern nur an die eigene Tasche.
 
Alois Sepp

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