Schreckgespenst: "Arbeitsplatz-Verlust!" Viele Arbeitnehmer fürchten dieses Schreckgespenst. Im Wirtschaftsteil der Münchner Abendzeitung vom Freitag, den 9.1.2015 ist von 6 Firmen, bzw. Konzernen zu lesen, dass massiv Filialen und Arbeitsstellen abgebaut werden.

1. Bei der Barmer GEK Krankenkasse werden wegen deutlichen Kostensteigerungen 3500 Stellen abgebaut. Angeblich wird dem Trend des Internetwesens Rechnung getragen. Wo sind hier die Kostensteigerungen? Vermutlich nur bei den Vorständen!
 
2. Beim Leuchtmittelhersteller läuft laut Bericht das wirtschaftliche Geschäft immer schlechter. Es sollen 1700 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren! Wie kann dies sein? Hat der Leuchtmittelhersteller zu lange geschlafen? Hat das Verbot der althergebrachten Glühbirne damit zu tun? Oder wollen sich hier wieder nur die Konzern-Oberen eine goldene Tasche verdienen?
Es ist für uns Verbraucher nicht ganz erklärlich, dass das wirtschaftliche Geschäft so schlecht sein soll, hat man doch durch gesetzliche Maßnahmen mit Gewalt neue und wesentlich teuerere Produnkte ins Leben gerufen!
 
3. Bei der Telefonica Deutschland werden durch die Fusion 1600 Stellen gestrichen. Diese Branche macht sich meines Erachtens selbst kaputt, weil sie vor Gewinnsucht den Hals nicht voll kriegt.
 
4. Bei der Hypovereinsbank, Tochter der UniCredit in Italien, werden 1500 Jobs gestrichen. Auch hier ist meines Erachtens die Geltungssucht der Konzernvorstände die Grundursache. An den immer besser und höher abgezockten Kunden kann es nicht liegen, an der Zahl der Kunden erst recht nicht. 
 
5. Beim Siemens-Konzern werden durch Umstrukturierungen 1200 Arbeitsstellen gestrichen. Auch hier ist es nach meinem Empfinden bisherig falsche Unternehmensstruktur, weil die Gewinnerwartungen des Managements in allen Bereichen zu hoch gesteckt wurden.
 
6. Bei der ATU-Werkstattkette wurden 900 Stellen gestrichen, 20 Filialen geschlossen. Hier wundert mich aus leidvoll gemachter eigener Erfahrung dieser Trend nicht. Die Arbeitsweise und Gewissenhaftigkeit ließ sehr zu wünschen übrig, die Kunden blieben zwangsläufig aus. Ansonsten wäre das mir persönlich erscheinende Konzept in Ordnung gewesen. Auch hier wieder ein Versagen der Filial-Leitungen und Oberen.

 
Ich bin mir sicher, dass in 2015 noch wesentlich mehr Pleiten, Schließungen, Umstrukturierungen und Arbeitsplatz-Verlust dazu kommen. Der Trend des "Internethandels" schreitet massiv voran. Der Grund ist mannigfaltig, zum einen, dass man Zuhause in aller Ruhe per Internet im gesamten Warenangebot schmökern und bestellen kann. Leider wird dies sehr häufig dadurch unterstützt, dass man in den sogenannten "Fachgeschäften" auch nur noch halbherzig ausgebildete und minderbezahlte Mitarbeiter beschäftigt. Wir Kunden sehen nur noch wenig Begründung dafür, in das "Fachgeschäft" zu Einkaufen zu gehen.
 
Alois Sepp

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