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Ich glaubte, mich tritt ein Elefant, als ich in der AZ auf der Titelseite die Überschrift las: "Ärzte machen Dienst nach Vorschrift"!

Der Tritt wurde noch heftiger als ich dem Artikel weiters entnahm, dass 30 Medizinerverbände zum bundesweiten Streik aufriefen.

Tut mir leid, für was benötigen wir in Deutschland 30 Medizinerverbände? Die fressen doch alle nur unser Beitragsgeld, das wir Patienten an die Kassen aufbringen müssen.

Für was brauchen wir in Deutschland so viele Einzelkrankenkassen? Alle Einzelkassen mit ihren Vorstands- und Aufsichtsgremien fressen ebenfalls eine Unmenge an Beitragsgeldern auf.

Hier sieht man wieder, wie unser Gesundheitssystem aus allerlei Ecken geplündert und finanziell ausgesaugt wird. Dabei wird jedes Jahr von Neuem von den Kassen lamentiert, dass sie mit den Beiträgen nicht mehr auskommen, wir Patienten angeblich immer höhere Medikamentenkosten verursachen. Andererseits scheffelten die Kassen so viel Geld wie noch nie auf die Plusseite.

An eine Beitragskürzung, die Abschaffung der Eintrittsgelder, wird unter fadenscheinigen Aussagen nicht gedacht. Ich habe nur vernommen, dass man das Geld lieber für diverse Ausgaben im Gesundheitssystem aufsparen wolle.

Warum wird hier das Geld nicht dort eingesetzt, wo es am nötigsten gebraucht wird? Zum Beispiel für die Krankenhäuser, damit bessere Hygiene-Bedingungen in den Krankenhäusern geschaffen werden!

Das Plus kann natürlich nur dadurch entstehen, dass man auf der Ausgabenseite, also auf der Patientenseite, nur immer mehr Leistungen versagt und streicht. Hier werden die Krankheitsbehandlungen nur noch als "Fallpauschalen" abgehandelt, ganz besonders in den Krankenhäusern. Hier werden bei den Reinigungs- und Hygienemaßnahmen, beim Krankenhauspersonal selbst, unverantwortliche Kürzungen vorgenommen. Ein Hygieneskandal jagt förmlich den anderen, die Patienten sind immer die Dummen, besonders diejenigen, die nach einem Krankenhausaufenthalt kränker entlassen werden, als sie vorher reingingen.

Es ist mir unverständlich, dass man seitens der Politik, der Ärzteverbände wie auch den Ärzten selbst, ihren Unmut über angeblich zu geringe Honorare wieder an den Patienten auslässt. Ausgerechnet bei denen, die dieses Gesundheitssystem immer mehr finanzieren.

Wir Patienten zahlen Eintrittsgelder beim Arztbesuch, wir zahlen Krankenhausgeld für jeden Tag, den wir im Krankenhaus verbringen müssen, wir zahlen fast für jedes Medikament einen Aufpreis. Wo geht all dieses Geld hin, diese Frage darf mit Fug und Recht gestellt werden?

Alois Sepp

 

 


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