Den derzeitigen Feiertag, den "Tag der deutschen Einheit" sollte man am besten umtaufen und in seiner Funktion eher in den November verlegen und zum "Volkstrauertag" umbenennen. Ich selbst kann durch diese so stattgefundene "Wiedervereinigung" im finanziellen Bereich immer nur Nachteile erkennen und erleben. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich bin voll für die deutsche Wiedervereinigung, finde auch, dass unser Staat lieber Geld für das eigene Land ausgeben soll als für marode und fremde Staaten.
 
Die Westdeutschen können nur immer wieder feststellen, dass wir jetzt schon über zwanzig Jahre für den "Osten" mit dem "Solidaritätsbeitrag", der immerhin 5,5 Prozent der Einkommensteuer beträgt, viele Milliarden alljährlich dorthin transferieren. Ich habe den Eindruck, dass ein Großteil dieses Geldes in so dunkle Kanäle fließt, dass man diese mit den besten Lampen nicht mehr ausleuchten kann.

Die Westrentner können darüber hinaus seit vielen Jahren nur eine den Ostrentnern gegenüber stattfindende Ungleichbehalndlung erleben. Von den "Nullrunden" ganz zu schweigen. Im Osten, wo mit unserem Geld alles neu gemacht wurde, wo die Preise im Allgemeinen wesentlich niedriger sind als bei uns, werden die Renten und Löhne stärker angehoben. Hinzu kommt, dass im Westen Schulgebäude, öffentliche Gebäude, Brücken, Straßen und viele kommunale Einrichtungen verkommen, weil kein Geld dafür da ist.
 
Aus diesem einfachen Grunde heraus sollte der 3. Oktober zu einem "Volkstrauertag" ausgerufen werden, die Funktion als "Feiertag" kann ich nicht nachvollziehen.
 
Alois Sepp

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