Es ist zum Kotzen mit unseren Politikern in Berlin und in den Ländern. Da wurde wegen der Reaktorkatastrophe in Japan richtigerweise der sofortige Atomausstieg beschlossen und allenthalben vollmundig verkündet die Energieerzeugung auf die "Erneuerbaren" voranzutreiben.
Durch Einfluss der Atomlobby und Energieerzeuger-Riesen wurde schnellstens beschlossen, die Industrie von finanziellen Belastungen durch den Umstieg zu befreien. Zur Bekräftigung wird immer damit gedroht, dass Arbeitsplätze vernichtet würden. Dafür wurden und wird uns Verbrauchern unter fadenscheinigem Vorwurf als Verursacher des Energiebedarfs massive Mehrkosten aufs Auge gedrückt.
Hinzu kommt, dass den energiebewussten Verbrauchern, die selbst einen Teil ihres Energiebedarfes zu eigenen Lasten erzeugen, ein Stein nach dem anderen in den Weg gelegt wird. Ja sogar die staatlichen Zuschüsse gestrichen oder gekürzt werden. Indirekt wird dafür gesorgt, dass der Anteil der privaten Stromerzeuger zurückgeht und der Kuchen sich wieder innerhalb der Energieerzeuger-Riesen aufteilt.
Von ernsthaftem Willen eines Umstiegs auf ungefährliche Energiegewinnung ist hier nichts zu erkennen. Alles nur fadenscheinige Lippenbekenntnisse und nichts dahinter. Hinzu kommt ferner, dass die notwendigen Leitungstrassen als weiterer Spielball herangezogen werden, weil sie angeblich das Erscheinungsbild unseres Landes verschandeln, ebenso wie die "Windräder"!
Natürlich ist es verständlich, dass man ein 200 Meter hohes Windrad nicht direkt neben seinem Garten oder Wohnungsfenster haben kann und will, entsprechende Proteste und Ängste der Bürger ernst zu nehmen sind. Wir haben aber überall Landstriche, die eine ausgedehnte Weite haben, wo ein solcher Windpark bildlich und akkustisch nicht stört. Die Verbindungsleitungen zwischen den Windrädern und dem vorhandenen Stromnetz sind wesentlich kürzer, meist sogar völlig unauffällig bis unsichtbar. Beim privaten Stromerzeuger der in seinem Haus energiebewusst Strom erzeugt, klappt es ja auch.
Den Verbrauchern allgemein, und den Energiegegnern im Besonderen muss wesentlich schärfer vor Augen geführt werden, von welcher Energieerzeugungsart die größeren Gefahren ausgehen. Von den Foto-Voltaik-Anlagen, sowie den Windrädern und notwendigen Stromleitungen gehen so viel wie keine Gefahren aus, von den Atomkraftwerken jedoch massive, auch wenn der Störfall kleiner ist. Dass in besonderen Fällen die gesamte Umgebung von Atomreaktoren im Falle eines Crashs für sehr viele Jahre völlig unbewohnbar ist, muss wesentlich besser in die Gehirne der Gegner eingebracht werden. Ebenso muss in unsere Köpfe hinein, dass im Falle eines massiven Störfalles viele Menschen gesundheitlich bis zu ihrem Lebensende zu leiden haben.
In meinen Augen ist es auch völlig ungerechtfertigt, die Umstiegskosten nur dem Verbraucher, nicht aber den Stromerzeugern zur Last zu legen. Die Energieerzeuger haben durch die Umstellung wesentlich kleinere Unkosten, weil die teuren Atomkraftwerke wegfallen, weil zukünftig der radioaktive Müll ebenfalls nicht mehr zur Last fällt. Bisher hatten uns Verbraucher die Stromriesen auch über Gebühr abgezockt, den Preis- und Gewinnkuchen unter sich alleine aufgeteilt. Warum sollen wir Verbraucher also die Kosten alleine für den Umstieg aufbringen? Alle diese Faktoren sollten sich unsere gewählten und gut bezahlten Politiker ebenfalls zu eigen machen und Entscheidungen treffen, die ihrem Amtseid entsprechen.
Alois Sepp
Das Hick-Hack um die erneuerbare Energie
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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