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Ich lese im Internet: "Experten fordern fünf Euro Gebühr pro Arztbesuch"
Wieder ein erneuter Schlag gegen wirklich Kranke, gegen solche Patienten, die nur wegen eines Medikamentes zum Arzt gehen müssen, es nicht täten, wenn das Medikament bei lebenslänglichem Bedarf erforderlich ist.
Ich persönlich könnte mir einen Arztbesuch jederzeit verkneifen, wenn ich aus gesetzlichen Gründen nicht andauernd dazu verdonnert wäre, wegen des Medikamentenbedarfs zum Arzt gehen zu müssen.
Viele Versicherte würden jedes Wartezimmer beim Arzt liebend gerne meiden, denn so schön sind die Wartezimmer wirklich nicht, von den Wartezeiten -trotz vorheriger Terminvereinbarung- ganz zu schweigen.
Was soll in den Expertenaugen mit der Besuchsgebühr erreicht werden? Wem kommt das Geld wieder zugute? Wer hat die Arbeit und die Umstände mit der Gebühreneintreibung?
Ich kann mich noch gut erinnern, was seitens der Ärzteschaft für ein Volksaufstand und Gejammere war, als der Zwangseintritt beim Arzt eingeführt wurde. Verfolgte man die einzelnen Meldungen und Berichte, durfte man fast an reihenweises Praxissterben glauben. Was wurde gejammert, weil angeblich die Umsatzzahlen bei den Ärzten zurück gingen und Verdienstausfälle gleich bis zu 40 Prozent propagiert wurden.
Wenn natürlich die Einführung des Besuchsgeldes bei jedem Praxisbesuch fällig wird, egal in welche Kasse es gespült würde, gibt es sicherlich wieder einige Raffkes mehr, die sich auf leicht verdientes Geld freuen. Auch dieses Ansinnen kann man im weitesten Sinne eine "Abzocke der Versicherten" im Gesundheitssystem bezeichnen.
Die Bundesrepublik mutiert immer mehr zu einer sprichwörtlichen "Bananenrepublik". Unsere Verantwortlichen in Staat und Politik brauchen keinesfalls mit dem Finger auf andere Länder zeigen.
Alois Sepp