I hob gor net mitkriagt, dass am 21. Febrar der Dog der Muattersprach war. Da lob i mir ganz b´sonders a komplett in boarischem Dialekt g´hoitne Zeitungsausgab´. Hier sei der TZ-Redaktion der allerbeste Dank im Nachhinein abgestattet. Leider habe ich die besagte Zeitung erst heute (28.2.) zu Gesicht bekommen, war mehr als überrascht darüber.
Dem Beitrag auf Seite 2 "Zum Dog", Dialekt in da Schui, "Rettet das Potschamperl" vom Rimpl Klaus ist wirklich nichts hinzuzufügen. Leider ist es wirklich so, dass jeder, der "boarisch redt" für an Hinterwoidler g´hoitn werd. Es ist für mich eine Art seelisches Fußbad, wenn man mal jemanden bayerische Mundart reden hört. Wir echten Bayern, schon gleich gar, wir echten Münchner, werden sowieso bald unter einer Glasglocke als Anschauungsobjekt verschwinden, weil die meisten "Neumünchner" und "Zuagroast´n" sowieso nix mehr verstehen. Dabei gibt es meine persönlichen Erfahrungen im Norden unserer Republik (im sogenannten Preussen), wo mir immer wieder gesagt wurde: "ach, reden Sie doch ein bisschen bairisch, das hör´ ich so gerne!".
Also, liebe TZ-Redaktion, halten Sie wenigstens in Ihren Grundfesten am schönen, alten, bayerischen Brauchtum und Dialekt fest. Es wäre mehr als schade, wenn wir echten und urwüchsigen Bayern den preussischen und sonstigen fremden Zuwanderern gänzlich zum Opfer fielen. Es reicht schon, wenn´st heit bloss no "t´schüss und tschau" hörst, oder immer mehr Sprachfloskeln in englisch zu lesen sind. I woaß net, was se de Leit´denga, wenn´s mit eanare Englisch-Ausdrück so rumschmeiss´n! Hob fast des G´fui, dass de seiba net wissen, was sie für an Schmarrn verzapf´n! In a G´schäft wenn´st einigehs´t, verstehst sowieso boid nix mehr. Es gibt bloss noch "Sale", "Kid´s", "Kitchen" oder sonst no irgend an Blädsinn auf englisch. Ja, san ma no in Deitschland, in Bayern oder san ma schon ferngesteuert vo de Ami?
Armes Deutschland, armes Bayern, armes München, kann man da nur noch bemerken!
Alois Sepp
Der Dog der Muattersprach´(Der Tag der Muttersprache)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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