Ich könnte mir gut vorstellen, dass am Tag danach den drei Koalitionären Gabriel, Merkel und Seehofer nicht mehr ganz so grinsend zumute war, als sie noch den Vertragsentwurf stolz präsentierten, und jeder für sich versuchte als der "Oberglänzer" dazustehen. Für uns Wähler sind die zwei Monate nach den Bundestagswahlen nur vertane Zeit. Was hätte man bei straffer Führung und weniger Parteigeplänkel schon alles erledigen können? Jetzt hat sich noch ein 50-köpfiger Sonderausschuss gebildet, der die inzwischen immer noch nicht vorhandene Regierung interimsweise ersetzen soll. Zumindest geben sie vor, etwas arbeiten zu wollen bis eine ordentliche Regierung gebildet ist. Diese Suppe könnten die SPD-Mitglieder jedoch noch gewaltig versalzen, wenn sie bei der "Mitgliederbefragung" gegen den Koalitionsvertrag stimmten.
Neuwahlen wären wesentlich sinnvoller, kostensparender und effektiver gewesen, weil der Wähler dieses unleidliche Schlamassel beenden hätte können.

Alois Sepp

Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Keine Kommentare