Hoffentlich sagt die Bundesnetzagentur zum erneuten Zugriff bei postalischen Sendungen des privatisierten, ehemaligen Staatsbetriebes der "Bundespost" einmal kräftig "Nein"! Hat doch die privatisierte Post erst Anfang dieses Jahres das Briefporto wie auch andere Porti´s heraufgesetzt, jetzt soll es 2014 schon wieder passieren. Die Chef´s unseres Postbetriebes in Deutschland schämen sich überhaupt nicht. Es werden fadenscheinige Argumente wie schwindende Briefsendungen als Steigerungsgrund angeführt, weil der Mailverkehr zugenommen hat. Warum eigentlich, das fragen sich die Post-Manager überhaupt nicht?
Zum einen, weil man für den Standardbrief immer mehr bezahlen muss, zum anderen, weil die Leistungen immer weiter abgebaut werden. Briefkästen, Telefonhäuschen und Postfiliale werden reihenweise abgebaut um Kosten zu sparen. Die Postkunden müssen wesentlich weiter laufen, holen sich immer öfter die Post, bzw. ihre Warensendungen selbst ab, weil der Paketzusteller es eilig hat und nicht einmal mehr an der Klingeltafel warten kann, bis der Kunde an die Türe oder den Türöffner kommt.
Erst gestern unterlag ich dem Zwang, einen Brief in München in einen Briefkasten werfen zu können. Es war zwecklos! Die Briefkästen die ich fand, waren so ungünstig gelegen, dass man nicht einmal kurz anhalten hätte können ohne den laufenden Verkehr zu behindern, bei der Weiterfahrt sah man weit und breit leider keinen Briefkasten mehr. Das ist das Ergebnis vom privatisierten Staatsbetrieb, es regiert nur noch der schnöde Mammon und die Raffgier. Vom ehemaligen "Dienstleister" des Staates ist leider nichts mehr übrig geblieben.

Alois Sepp

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