Wir erleben es tagtäglich aufs Neue. Kaum hat man den Papiermüllbehälter ausgeleert, ist er teilweise Tags darauf schon wieder voll. Wir werden von der meistens ungewünschten Werbeflut der Firmen, der Konzerne, der Marktketten, der allgemeinen Geschäfte bis hin zu den immer häufiger auftretenden Pizza-Quetschen zugemüllt. Das Schlimme daran ist, dass der Staat, also wir steuerzahlenden Bürger den ganzen Mist noch bezahlen müssen, weil Werbung steuerlich absetzbar ist.
Mir tut es in der Seele weh, wenn ich alleine schon an das dafür aufzuwendende Rohmaterial (Holz) denke! Das meiste Papiermaterial, das auch unsere Briefkästen zusehens vermüllt, wird ohnehin ungelesen in die Papiertonnen geworfen. Die Reklameausträger, meistens Billigst-Arbeitskräfte die nicht einmal der deutschen Sprache mächtig sind, werfen es trotz Hinweises auf ungewünschte Werbung in die Briefkästen. Wie so oft habe ich gestern meinen Papierkorb ausgeleert, heute, also einen Tag später ist es schon wieder soweit ihn ausleeren zu müssen. Dieser Rohstoffvernichtede und steuerbegünstigte Unsinn nimmt immer massivere Formen an. Hinzu kommt, dass die Werbung meist in Hochglanzpapier und teurem Druckverfahren hergestellt wurde. Ich meine, dass diese Verschwendung an Rohmaterial und Geld für die Papiertonne viel zu schade ist, ja es ist im Grunde genommen skandalös!
Alois Sepp
Nachbemerkung:
Seit einem höchstrichterlichen Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 1988 ist klar gestellt, dass Zusteller und Werber solche Aufkleber akzeptieren müssen (Az. VI ZR 182/88). Warum also nicht jedem ungewünschten Werber seinen Mist zurücksenden? Nachdenken könnte man aber auch über ein Schreiben eines Anwaltes mit Kostenandrohung bei Wiederholung!
Umweltschutz steht über Werbewut der Firmen
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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