Die Debatte um Rente und Altersarmut wird meist interessegeleitet geführt. Private Versicherer wollen verkaufen. Wissenschaftler liefern oft Ergebnisse die bestellt wurden. Politiker werden von schlagkräftigen Lobbyisten in die "richtige" Richtung gedrängt oder folgen dem "Zeitgeist". <vorsorgeluege.de informiert - provokant, unabhängig, anders.>
An alle Interessierten, die sich mit dem Gedanken der privaten Vorsorge für das spätere Lebensalter beschäftigen!
Hier entnommener Text aus einer Publikation:
Politiker, Finanzlobbyisten und Wissenschaftler haben die gesetzliche Rente demontiert, um die private Vorsorge anzukurbeln. Doch Kunden verlieren jährlich Milliarden, weil private Rentenversicherungen in wichtigen Punkten zu ihrem Nachteil konstruiert sind. Die Produkte sind dabei für den Kunden so undurchschaubar, dass sie die Nachteile nicht erkennen können. Das gilt auch und insbesondere für Riester- und Rürup-Renten. Vom Staat erfunden, beworben und bezuschusst, gibt es keine Kontrolle, dass diese Produkte etwas taugen. Exorbitant hohe Abschluss- und Verwaltungskosten, hohe Stornoverluste, mangelnder Schutz gegen Inflationsverluste und Börsenschwankungen führen oft effektiv zu einer Verringerung des für den Lebensabend eingezahlten Kapitals. Während die Menschen quasi enteignet und um ihre Ersparnisse gebracht werden, streichen Versicherungen jährlich Milliarden ein.
In einer messerscharfen Analyse und mit vielen empörenden Fallbeispielen sezieren Holger Balodis und Dagmar Hühne die Vorsorgelüge. Der durch Schröder und Riester vollzogene Wechsel zu mehr privater Altersvorsorge bei gleichzeitiger Kürzung der gesetzlichen Rente wird zu mehr Altersarmut führen. Trotz Riester-Rente droht Millionen Rentnern der Gang zum Grundsicherungsamt. Der Ex-Chef des Bundes der Versicherten Axel Kleinlein urteilt: "Das Konzept der privaten Altersvorsorge mit Renten- und Lebensversicherungen ist glatt gescheitert"
Ende des Textausschnittes!
Ich möchte jedem Jüngeren anraten, vor Abschluss eines solchen Zusatzvertrages mit der Versicherungswirtschaft, sich vorher genauestens zu erkundigen, möchte den Interessierten das oben genannte Buch zum Studium empfehlen.
Nachdem die Regierenden bis heute uns Bürgern und Arbeitnehmern vorgaukeln, -so auch zuletzt noch beim Kanzler-Duell- dass wir unverzichtbar selbst und privat vorsorgen müssen, die Realitäten und Nachteile solcher Versicherungsverträge zu Gunsten der Lobbyisten verschweigen, gibt es wahrlich keinen Grund die derzeitigen "Etablierten" zu wählen. Ich persönlich traue allen derzeitigen Parteien und Politfiguren absolut nicht zu, hier auch nur das Geringste zu ändern oder ändern zu wollen!
Alois Sepp
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Nachsätze:
"Wer riestert oder -als Selbständiger- rürupt, kann sein Geld genauso gut zum Fenster rauswerfen. Wer das immer noch nicht glaubt, sollte "Die Vorsorgelüge" von Holger Balodis und Dagmar Hühne lesen". "Hier decken die Autoren tatsächlich einen Skandal auf". (Süddeutsche Zeitung, 29.09.2012)
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"Die Autoren der Vorsorgelüge zeigen, wie wenig die privaten Rentenversicherungen wert sind und mit welchen Tricks die Kunden geschröpft werden.... In Wirklichkeit gehört die gesamte private Altersvorsorge auf den Müll." (Märkische Oderzeitung, 14.09.2012)
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"Wem nutzt Riester?" (außer Riester). "Zahlt sich die private Altersvorsorge aus? Ist sie sicher?", schreibt das Münchner Samstagsblatt vom 7. September 2013.
Unter zwei Bildbeiträgen stehen folgende Kurzabsätze:
"Wem nutzt Riester? Über 80 Prozent der Beitragszahler werden durch Riester Geld verlieren, warnt Holger Balodis. Er stützt sich auf Berechnungen des Versicherungsmathematikers Alex Kleinlein."
"Wem nutzt Riester? Die Lebensversicherer freuen sich über explodierende Zahlungseingänge. 1995 wurden 45,2 Milliarden Euro eingezahlt, 2010 bereits 90,4 Milliarden Euro. Das ist eine Verdoppelung innerhalb von 15 Jahren."
Im Artikel heißt es weiter: "Über 15 Millionen Bundesbürger "riestern". Um auf die befürchtete Überalterung unserer Gesellschaft zu reagieren, wurde 2002 mit der Senkung der gesetzlichen Rente begonnen (bis 2030 soll sie um ein Viertel gekürzt werden). Wer seinen Lebensstandard im Alter trotzdem sichern will, soll sich selbst darum kümmern: Mit der Riester-Rente wurde damals auch eine zusätzliche private Altersvorsorge eingeführt. Wer freiwillig fürs Alter spart und 4 Prozent seines Einkommens in Riester-Verträge steckt, bekommt staatliche Zulagen oder kann steuerlich profitieren. Doch nutzt Riester wirklich? Laut Interview mit Holger Balodis haben nur 20 Prozent von denen die eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließen, eine Chance mit einem Plus rauszugehen".
Ferner berichtet das Samstagsblatt auch über das o.g. Buch: "Die Vorsorgelüge".
"Sozialhilfe-Renten" für jeden Zweiten? Für wen bleiben die privaten Versicherungen sinnvoll?
Holger Boladis: Wer Geld übrig hat, kann sich bei Immobilien umsehen, ein Goldstück in den Tresor legen oder eine Lebensversicherung abschließen. Aber die Basisversorgung, die vor Armut schützt, muss über das gesetzliche System da sein.
Die jetzige Entwicklung wird dazu führen, dass ein Drittel bis nahezu die Hälfte der Bevölkerung in einigen Jahrzehnten nur noch die gesetzliche Rente im Bereich der Grundsicherung erhält.Selbst Otto Normalverdiener bekommt dann nur noch Rente auf dem Niveau der Grundsicherung. Aber warum soll man 40 Jahre einzahlen, wenn man am Ende genau das bekommt wie einer, der nie einen Cent eingezahlt hat?
(Auszug aus dem Münchner Samstagsblatt vom 7. September 2013)
Auch andere denken laut, "Die Vorsorgelüge"
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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