Aus einem Buch von Hans-Olaf Henkel, der früher ein überzeugter Anhänger des "Euro" war, sind hier einige Zahlen entnommen, die die inzwischen gewachsene Skepsis gegen die Gemeinschaftswährung des Euro untermauern. Das Buch trägt den Titel "DIE EURO LÜGNER" - Unsinnige Rettungspakete, vertuschte Risiken - So werden wir getäuscht.

Hier der Textauszug:
Zur allgegenwärtigen Euro-Lüge gehören auch die Rettungspakete. Als 2010 das erste für Griechenland beschlossen wurde - es handelte sich um läppische 110 Milliarden Euro -, ließ man die Bürger im Glauben, es sei auch das letzte. Der <Einzelfall> machte Schule. Bald folgte der vorläufige Euro-Rettungsschirm EFSF, 2012 nahm der dauerhafte Stabilisierungsmechanismus ESM die Arbeit auf. Als das zweite Griechenland-Paket auf den Weg gebracht wurde, belief es sich auf die stolze Summe von 164 Milliarden Euro. 2010 folgten Kredithilfen an Irland mit 85 Milliarden, an Portugal mit 78 Milliarden und 2012 an Spanien mit rund 40 Milliarden. Da fallen die 2013 gewährten 10 Millionen an Zypern kaum mehr ins Gewicht. Man fühlt sich an den Kantinenspruch >>Wer will noch mal, wer hat noch nicht<< erinnert.
Selbst ein europafreundlicher Journalist wie Heribert Prantl brach im April 2013 in die Klage aus: "Die ganze Euro-Rettung basiert auf Entrechtlichung". Und der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof meinte zur gleichen Zeit: "Hätte man das Recht beachtet, gäbe es keine Eurokrise". Wer aber das Recht bricht, der nimmt es auch mit der Wahrheit nicht genau.
Das Tollste an dieser Verteilungsaktion deutscher Ersparnisse, die im rechtsfreien Raum stattfindet: Die Empfänger werden zu wenig oder nichts verpflichtet. Und sollten sie sich verpflichtet haben, heißt das noch lange nicht, dass sie sich auch daran halten. So ist das mit Südeuropa, und dafür hat man in Brüssel nur noch ein Achselzuscken übrig. Verfolgt man das Prozedere vom Hilfeersuchen bis zur Auszahlung, zeigt sich immer das gleiche Schema. Für die zur Kasse gebetenen Geber gilt: Man möchte nicht, aber muss doch. Für die zum Sparen verdonnerten Nehmer dagegen: Man möchte gern, aber kann nicht.
Bekanntlich werden die Sparziele, von denen die Rettungsmilliarden abhängen, von der sogenannten Troika, einem reisenden Schnellgericht, ausgehandelt. Die Troika hat keinerlei demokratische Legitimation, aber schreibt jedem Land vor, was es zu tun hat. Die Troika-Mitglieder von EU, EZB und IWF einigen sich mit dem betreffenden Land auf dessen Sparziele, die einzuhalten es hoch und heilig verspricht. Im Gegenzug setzt sich die Troika in Brüssel dafür ein, dass die erbetenen Gelder fließen, immer vorausgesetzt, dass das Land seine Versprechen erfüllt.
Kaum sind die erbetenen Gelder geflossen, Milliarden über Milliarden, sagen die Nutznießer des Transfers: "Halt, einen Moment. Es geht doch nicht. Als Folge unserer Sparanstrengungen wächst unsere Wirtschaft nicht mehr. Weil unsere Wirtschaft nicht mehr wächst, kriegen wir keine Steuereinnahmen. Ohne Steuereinnahmen jedoch, versteht sich, können wir die gesteckten Ziele nicht erreichen". Hier beißt sich die Schlange in den Schwanz, und die spendablen Nordländer sehen sich ein weiteres Mal geprellt.

Ende Textauszug von Hans-Olaf Henkel aus vorgenanntem Buch.

Auf unseren Fernsehbildschirmen werden drastische Bilder von Demonstrationen gezeigt, sowie unsere Bundeskanzlerin zum Dank für die Herausgabe unserer Steuermilliarden mit Hitler-Bärtchen karikiert und Deutschland insgesamt als Nation von Nazis bezeichnet. Das Schlimme daran ist, dass unsere Spitzenpolitiker dies alles fast kommentarlos hinnehmen, keine Lehren daraus ziehen. Für wie dumm halten uns unsere Politiker? Sie beugen sich widerstandslos den Vorgaben aus Brüssel, nicken alles kräftig ab, wir die deutschen Bürger zahlen den gesamten Mist. Es gibt bei uns in Deutschland erkennbare und verschämte Armut genug, um das eigene Volk und ihr Land zu unterstützen. Nein, hier machen Politiker aller Coleur die Augen zu, grinsen zur Zeit an fast allen Fahnenmasten, Verkehrsschildern, Bäumen oder sonstigen Haltestangen mehr oder weniger frech dem Wahlvolk zu.
Wir dürfen darauf neugierig sein, was uns die Etablierten nach überstandener Wahl alles präsentieren. Die Gemeinschaftswährung, die im Grunde genommen eine gute Sache wäre, wird mit brachialer Gewalt an die Wand gefahren. Damit eben dieses nicht passiert, strafen wir die Etablierten wegen "Unterlassung für das Wohl des Volkes zu handeln", drastisch ab. Zeigen wir denen alle unsere rote Karte. Das Volk, der so gerne gepriesene "Souverän" hat die Möglichkeit und die Macht. Alle Macht geht vom Volke aus!
Lassen wir uns das nicht mehr länger gefallen, unterstützen wir die Euro-Skeptiker. Hans-Olaf Henkel als Sachverständiger und ehemaliger BDI-Präsident, hat seine Lehren daraus gezogen, will uns durch sein Buch etwas Licht ins Dunkel bringen, uns aufmuntern wachsam zu sein und zu handeln.

Alois Sepp

Nachsatz: Beitrag ist mit Genehmigung von Herrn Hans-Olaf Henkel eingestellt!

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